Wetterzeichen aus der Natur

Aus Pfadfinderwissen
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Die Grundlagen der Wetterbestimmung sind Temperatur, Luftdruck und Luftfeuchtigkeit. Leider ist der Mensch in keiner dieser drei Messungen von Natur aus besondern gut. Bei Tieren sieht das anders aus. Wenn wir Tiere beobachten können wir also Hinweise auf diese Messwerte bekommen und damit auf das Wetter schließen. Tiere haben oft eine deutlich bessere Nase als Menschen, durch Gerüche lässt sich beispielsweise auf Luftfeuchtigkeit schließen. Bei schlechtem Wetter steigt die Luftfeuchte und es sinkt der Luftdruck. Tiere nehmen daraufhin einen starken Geruch da und die Evolution hat den den Tieren gelehrt wie sie zu reagieren haben.

Spinnen

"Wenn die Spinnen fleißig weben im Freien, lässt sich dauernd schön Wetter prophezeien, weben sie nicht , wird's Wetter sich wenden, geschieht's bei Regen, wird es bald enden."

Spinnen spüren den Luftdruck, wenn der Luftdruck sinkt weben sie kein Netz, weil es vom Wind und Regem zerstört wird.

Insekten

"Wenn Mücken tanzen, gibt es schönes Wetter"

"Je schneller Grillen Zirpen, desto wärmer ist die Temperatur"

"Wenn Fliegen oder Mücken nerven oder stechen, deutet es auf schlechtes Wetter hin"

"Fliegen Schwalben tief, kommt im Laufe des Tages Regen" Insekten passen ihre Luft höhe der Luftfeuchtigkeit an, je trockener die Luft je Höher Fliegen sie auch. Die Thermik treibt die Insekten ebendfalls nach oben. Das lässt sich nicht direkt beobachten, aber Schwalben essen Insekten und folgen ihrer Nahrung auf die entsprechende Höhe.

Bienen

Wenn Bienen früh ihren Stock verlassen, wird das Wetter schön. Kehren Sie alle in den Stock zurück, kann dies Gewitter bedeuten, denn Bienen spüren die Elektrostatische Veränderungen.

Fische

"Wenn die Fische im Wasser emporspringen, dann bedeutet dies Regenwetter" Eine Wetterveränderung kommt immer einher mit Temperatur-, Druck- und Luftfeuchtigkeit-Schwankungen. Der Fisch merkt dies durch seine Schwimmblase. Vor einem Wetterumschwung ist der Sauerstoffgehalt im Wasser niedriger und Fische kommen an die Oberfläche um nach Luft zu schnappen.

Frösche

"Wenn der Laubfrosch schreit, ist der Regen nicht weit"

"Wenn der Frosch im Wasser versinkt, kommt Wind und Regen bestimmt"

"Wenn die Kröten fleißig laufen, wollen sie bald Regen saufen"

Schnecken

"Je näher Wasserschnecken an der Oberfläche, desto besser ist das Wetter"

"Wenn die Schnecke kriecht auf Wegen, so folgt Regen"

Schwalben

Schwalben fliegen jeden morgen tief. Der Merksatz "Fliegen Schwalben tief, kommt im Laufe des Tages Regen" gilt also nur mit Mittags und Abends. Schwalben selber nicht nicht Wetterfühlig, sondern folgen nur den Fressen.

"Wenn die Schwalben fischen, gibt es ein Gewitter"

weitere Vögel

Singvögel richten sich nach folgenden Kriterien:

  • Länge der Tageszeit
  • Temperatur
  • Luftfeuchte
  • Druckschwanungen
  • Licht

Vor Wetterumschwüngen ändert sich die Spektrale Intensität des Sonnenlichtes, also die Farbliche Zusammensetzung.

Folgende Vögel hören vor Regen auf zu singen:

  • Amsel
  • Buchfink
  • Grün- und Schwarzspecht
  • Krähe
  • Kranich
  • Star

Fledermaus

"Wenn die Fledermaus abends herumfliegen, folgt ein anhaltend schönes Wetter."

Regenwürmer

Regenwürmer kommen vor Regen an die Oberflächen, weil sie sonst ertrinken.


Silberdiestel

Ist eine sehr Wetterfühlige Pflanze, ist sie offen, wird die nächsten Stunden die Sonne scheinen. Bei hoher Luftfeutigkeit schließen sich die Blüten innerhalb weniger Minuten. Wenn sie bei Sonnenschein nicht offen sind, gibt es lanhwierigen Regen.

Das gilt auch für andere Korbblüter.

Sonnenblumen

Junge Sonnenblumen richten sich nach der Sonne. Größere Pflanzen sind immer nach Osten gerichtet.


"Wenn Regen naht, klappt der Sauerklee die Blätter zusammen"

"Wenn Regenwetter oder Sturm aufzieht, senkt der Mohn seine Blütenköpfe"

Kontrollfragen

Grundlagen

  1. Was ist Luft?
  2. Was ist ein Tief- und Hochdruckgebiet?
  3. Von welchen Grundfaktoren hängt das Wetter ab?
  4. Warum ist die Strahlungsbilanz der Erde wichtig?
  5. Tagesverlauf von Temperatur, Wind, Bewölkung und Luftdruck.
  6. Erkläre Unwetterwarnungen, Waldbrandindex und Regenradar. Erkläre woher man diese Informationen bekommt.

Himmel

  1. Erkläre und Beschreibe drei Wolken mit Namen.
  2. Welche Informationen gibt der Mond für eine Wettervorhersage?
  3. Nenne drei Grundsetzliche Regeln, woran man an Wolken den Wetterverlauf vorhersagen kann.
  4. Wie und Warum entsteht Tau und Nebel?
  5. Warum ist der Himmel blau und die Sonne gelb?
  6. Erkläre Morgen und Abendröte.
  7. Was ist ein Regenbogen?

Wind

  1. Erkläre drei Wetterregeln für den Wind.
  2. Erkläre wie man anhand der Windrichtung Rückschlüsse auf das Wetter der nächsten Tage ziehen kann.
  3. Erkläre die Windstärke an Beispielen und Merkmalen.

Gewitter

  1. Wie entsteht ein Gewitter und welche Merkmale gibt es dafür?
  2. Wie verhält man sich bei einem Gewitter?

Natur

  1. Nenne 3 Wetterzeichen von Tieren
  2. Nenne 3 Wetterzeichen von Pflanzen

Quellen und Weiterführende Links


Heimabende