Wetterzeichen am Himmel

Aus Pfadfinderwissen
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Wer aus den Wolken das Wetter lesen will muss die entwicklung beobachten. Wolkendichte, Zugrichtung, Konturen, Helligkeit etc.

Wolken sind nur dann möglich wenn die Luft den höchstmöglichen Wasserdampfgehalt besitzt und daraufhin noch kälter wird.

Wolkenarten

Die World Meteorologiacal Organisation (WMO) unterteilt in 10 Wolkenarten.

Wolkenarten
Name Latein Hinweise auf das Wetter Bild
Hohe Wolken
Federwolke Cirrus (Ci) Gutes Wetter. Bei Auflösung, stabiles Wetter. Bei Verdichtung, Wetterverschlechterung in den nächsten Tagen. Cirrus.jpg
Kleine Schäfchenwolke Cirrocumulus (Cc) Kein Niederschlag an dem Tag. Wetterwechsel am nächsten Tag. Cirrocumulus.jpg
Hohe Schleierwolke Cirrostratus (Cs) Nächsten Stunden gutes Wetter. Cirrostratus.jpg
Mittlere Wolken
Große Schäfchenwolke Altocumulus (Ac) Weiße Wolken gutes Wetter, dunklere Wolken Niederschlag Altocumulus.jpg
Mittelhohe Schichtwolke Altostratus (As) Bei Verdichtung, Niederschlag und langfristige schlechtes Wetter. Altostratus.jpg
Untere Wolken
Haufenschichtwolke Stratocumulus (Sc) meist kein Niederschlag Stratocumulus.jpg
Tiefe Schichtwolken Stratus (St) Vorbote von Warmfronten Stratus.JPG
Haufenwolken Cumulus (Cu) Verkleinerung und keine Vertikalauswuchse gutes Wetter. Wenn nach oben ausfranst dann Gewitter. Verdichtung führt zu anhaltenden Regen. Cumulus.jpeg
Vertikale Wolken
Regenwolken Nimbostratus (Ns) Nimbostratus.jpg
Gewitterwolken Cumulonimbus (Cb) Gewitter bei ausfransung des Randes. gelb und grünes Schimmern führt zu Hagel. Cumulonimbus.jpg
Wolkenähnliches
Tau Morgentau.jpg
Nebel Nebel.jpg

Regeln

"Je weißer die Wolken desto länger ist es schön"

Wenn in der Wolke viele große Wassertropfen enthalten sind dann wird weniger sonnenlicht durchgelassen. Weniger Licht heißt die Weolke wird dunkel.

"Je mehr Wolkentypen am Himmel gleichzeitig zu sehen sind, je unbeständiger ist das Wetter"

unterschiedliche Wolken bedeuten, dass die Erdatmosphäre unstabil ist.

"Je schärfer die Konturen der Wolken zu erkennen sind, desto stabiler und Niederschlagsfreier wird das Wetter"

Kurz bevor Wolken Niederschlag abgeben, bzw. Übersättigt sind wird der Übergang zu Wolke und zur Feuchten Luft unschärfer

"Je kürzer die Sichtweite, desto Regnerischer wird das Wetter"

Wasser in der Luft, verringert die Sichtweite.

"Ziehen die Wolken dem Wind entgegen, gibt's an anderem Tage Regen.

"Nach oben wachsende Wolken sind immer ein Zeichen für Niederschlag"

"Stimmen Wolken-Geschwindigkeit oder Richtung nicht überein, kommt es zu einer schnellen Wetterverschlechterung"

"Bei einer Wetterverschlechterung nimmt die relative Luftfeuchtigkeit zu. Dabei Kondensiert Wasser an Holz oder Stein, was eine sichtbare Verdunklung nach sich zieht. "

"Wenn Kondensstreifen lange am Himmel bleiben und sogar größer werden, deutet es auf hohe Luftfeuchtigkeit weit oben in der Atmosphäre hin"

"Wenn die Sonne scheint sehr blech, ist die Luft an Regen reich."

Sonnenring oder Mondhof

Ein oder mehrere Ringe um der Sonne oder um den Mond sind ein Zeichen für eine nähernde Warmfront. Also eine Wetter verschlechterung in den nächsten Tagen. Der Grund ist, dass das Sonnenlicht in den höheren Schichten der Atmosphäre an Eiskristallen (Cirrostratus) gebrochen wird.

Mond

siehe Mond

Tau

Tau ensteht wenn feuchte Luft an einer kalten Oberfläche abgekühlt wird, so dass die Luft nicht mehr den kompletten Wasserdampf speichern kann und damit Wasser an die Oberfläche abgibt. Ein Beispiel ist ein kaltes Glas aus dem Kühlschrank, welches sofort beschlägt oder das Beschlagen einer Scheibe, wenn es mit der warmen Wasserhaltigem Atemluft angehaucht wird. Tau entsteht also bei Wasserhaltiger Luft die auf eine kalte Oberfläche trifft. Das geschieht in einer kalten Sommernacht. Die Luft ist recht warm, aber der Erdboden strahlt ohne Wolken reflexionslos in den Himmel. Der Boden kühlt stark aus und Wasser Kondensiert am Erdboden. Das ist der typische Tau, der im Sommer auf jeder Wiese zu beobachten ist. Tau ensteht, aber nur bei Wolkenlosem Himmel und bei warmer Luft, deswegen ist es ein deutlicher Hinweis auf schönes Wetter.

"Häufig starker Tau, hält den Himmel blau."

"Wenn am morgen kein Tau gelegen, warte bis Abend auf sicheren Regen; fällt aber Regen wie feiner Staub; an gutem Wetter glaub"

Gefrorener Tau nennt sich Reif und bedeutet im Winter ebenfalls Wolkenlosen und damit kaltes Wetter.

Nebel

Nebel ist im Prinzip eine sehr tiefe Wolke. Sie besteht wie Wolken aus kleinen Wassertropfen.

"Kommt abends über Wies' und Fluss der Nebel auf an Tages Schluß, und morgens dann, wenn Sonneskraft ihn wieder kann vertreiben, so wird's schön Wetter bleiben."


"Wenn der Nebel fällt zu Erden, wird bald gutes Wetter werden;steigt der Nebel nach dem Dach, folgt bald grpßer Regen."

Blauer Himmel und gelbe Sonne

Die Lichtstrahlen der Sonne werden also je nach Wellenlänge gestreut. Die kurzwelligen blauen Strahlen verteilen sich in der Atmosphäre (Himmel), während die anderen ungehindert durch die Atmosphäre gelangen. Das weiße Licht der Sonne kommt bis auf die blauen Strahlen auf den direkten weg direkt ins Auge. Deswegen wirkt die Sonne sehr hell und gelb (rot und grün). Die Streuer in der Atmosphäre sind Moleküle der Luft. Auf dem Mond, der kein Athmosphäre und keine Luft besitzt, ist der Himmel dunkel und die Sonne weiß.


"Von der Sonne wird weißes Licht ausgesendet. Unserer Atmosphäre Streut blaues Licht besonders häufig und deswegen erscheint die Sonne gelb (weißes Licht ohne blau) und der Rest des Himmels blau."

Morgen und Abendröte

Morgens und Abends steht die Sonne knapp über dem Horizont. Die Sonnenstrahlen müssen einen deutlich längeren Weg in der Atmosphäre zurücklegen und werden deswegen viel häufiger gestreut. Die blauen und grünen Strahlen werden fast vollständig zu den Seiten gestreut, sodass nur noch rot und orange übrig bleibt, aber selbst die werden leicht gestreut. Der Himmel um die Sonne bekommt seine typische Farbe.

Bei der Rayleight-Streuung können zu den Luft-Molekülen auch andere Teilchen in der Athmospäre eine Rolle Spielen. Beispielweise Wassertropfen, Staubpartikel oder Vulkanasche. Dadurch kann man an der Morgen- und Abendröte Rückschlüsse auf die Atmosphäre bzw. das Wetter machen. Jeder hat ja schon mal die Bauernregel "Morgenrot-Schlechtwetter droht; Abendrot-Gutwetterbot." gehört.

Morgenröte

Die starke Rotfärbung des Himmels lässt auf eine starke Rayleight Streuung schließen, die kommt von einer hohen Dichte von kleinen Wassertropfen in Atmosphäre. Aus diesen Wassertropfen können sich im laufe des Tages Regentropfen bilden. Also ist ein Morgenrot zumeist ein Zeichen für regnerisches Wetter.

Abendröte

Die Roten Lichtstrahlen der Sonne können den Berachter nur erreichen, wenn beim Sonnenuntergang der Westhimmel klar ist. Da in Mitteleuropa meistens Westwind herrscht ist das ein klares Zeichen gutes Wetter in den nächsten Stunden. Die Wassertropfen für die Streuung entstehen am Abend durch Kondensation von Wasserdampf in der Luft, durch die Luftabkühlung.

Regenbogen

Sonnenstrahlen die auf Regentropfen treffen sind nicht mehr mit Rayleight Streuung zu beschreiben. Die Strahlen können in die Tropfen eindringen und werden dort Wellenlängenabhänig (wie in einem Prisma) gestreut. Die Effekt führt dazu, dass das weiße Sonnenlicht in alle Farben aufgebrochen wird und den Regentropfen wieder verlassen kann. Diese Spektrum kann als Regenborgen beobachtet werden. Um einen Regenbogen sehen zu können müssen ungestreuute Sonnenstrahlen auf eine Regenfront Treffen. Das spektral aufgespaltene Licht wird nun im Winkel von 42° reflektiert. Oft können mehrere Regenbögen parallel zueinander beobachtet werden die Erklärung gibt es z.B. bei Wikipedia.

Ein Regenbogen deutet oft auf abziehende Regenwolken hin.

Typischer Wettertag

Schönwetter

Frühjahr/Herbst

Morgens ist es trüb. Mittags Cumulus, die an Größe zunehmen. Abend wieder klar und Wolkenlose Nacht morgendlicher mit Tau Bildung.

Sommer

Morgens ist es klar. Mittags Cumulus, die an Größe zunehmen. Abend wieder klar und Wolkenlose Nacht mit vor morgendlicher Tau Bildung.

Kontrollfragen

Grundlagen

  1. Was ist Luft?
  2. Was ist ein Tief- und Hochdruckgebiet?
  3. Von welchen Grundfaktoren hängt das Wetter ab?
  4. Warum ist die Strahlungsbilanz der Erde wichtig?
  5. Tagesverlauf von Temperatur, Wind, Bewölkung und Luftdruck.
  6. Erkläre Unwetterwarnungen, Waldbrandindex und Regenradar. Erkläre woher man diese Informationen bekommt.

Himmel

  1. Erkläre und Beschreibe drei Wolken mit Namen.
  2. Welche Informationen gibt der Mond für eine Wettervorhersage?
  3. Nenne drei Grundsetzliche Regeln, woran man an Wolken den Wetterverlauf vorhersagen kann.
  4. Wie und Warum entsteht Tau und Nebel?
  5. Warum ist der Himmel blau und die Sonne gelb?
  6. Erkläre Morgen und Abendröte.
  7. Was ist ein Regenbogen?

Wind

  1. Erkläre drei Wetterregeln für den Wind.
  2. Erkläre wie man anhand der Windrichtung Rückschlüsse auf das Wetter der nächsten Tage ziehen kann.
  3. Erkläre die Windstärke an Beispielen und Merkmalen.

Gewitter

  1. Wie entsteht ein Gewitter und welche Merkmale gibt es dafür?
  2. Wie verhält man sich bei einem Gewitter?

Natur

  1. Nenne 3 Wetterzeichen von Tieren
  2. Nenne 3 Wetterzeichen von Pflanzen

Quellen und Weiterführende Links


Heimabende