Scoutismus

Aus Pfadfinderwissen
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Mit Scoutismus ist das Traditionelle Pfadfindertum nach Baden Powell gemeint. Der Gegensatz ist das Bündische, was vor allem bei deutschen Pfadfindern verbreitet ist. Internationale Pfadfinderlager sind ein Markenzeichen des Scoutismus. Sowohl das zusammen kommen in einem Zeltlager aus auch die Internationale Verständigung sind Kernbestandteile. Typisch Bündisch sind eher Sippenfahrten, also Wanderungen in der Natur. Die Pfadfinder in Deutschland haben beide Traditionen mittlerweile vermischt.

Grundlage der Pfadfinder und damit auch des Scoutismus ist das Buch "Scouting for Boys" oder die deutsche Ausgabe "Das Pfadfinderbuch"

Scoutismus und Bündische Traditionen

  • Scoutismus
    • Kluft und Halstuch mit oberen Knoten
    • Lager mit anderen Gruppen
    • Stufensystem
    • Jugend führt Jugend
    • Pfadfindertugenden
    • Internationale Verständigung
    • Kleinkunstabend
  • Bündisch
    • Juja, Zimmermannshose, Lederhose mit Affenschaukel
    • Schwarzzelte, Affen etc.
    • Fahrt (Oft ist damit ein Hajk über einen längeren Zeitraum gemeint)
    • Musischer Schwerpunkt insbesondere Singerunden mit Bündischem Liedgut
    • Hauptaugenmerk auf die Sippe

wichtige Textstellen

" "Scharfer Militärischer Drill verträgt sich jedoch nicht mit Erziehung der Pfadfindern zu hoher Gewandheit, Entschlussfähigkeit und Selbständigkeit. Die wichtigkeit von Disziplin lässt sich ebensogut beim freien Partoulliendienst im Gelände zeigen und üben." "S.170

Lernstoff eines Pfadfinders (aus dem Pfadfinderbuch von 1911)

S. 14-22

Weidmannsgeschick

Kenntnisse über die Natur, inbesondere Tiere und Pflanzen

Lagerleben im Freien

Kenntnisse über Zelte, Kochen, sowie Lagerfeuer und Hygiene.

Ritterlichkeit

Einhalten der Tugenden der mittelalterlichen Ritter.

Lebensrettung

Bereit sein anderen Menschen in jeder Lage zu helfen

Kraft und Ausdauer

Seinen Körper kennen und passende Fähigkeiten trainieren.

Vaterlandsliebe

Mittlerweile untergeordnete Eigenschaft, seine Stadt, Region, Land, Kontinent zu verehren. Als vor hundert Jahren die Pfadfinder erfunden wurde, waren die Menschen Nationalistischer als heute. Heute stehen Pfadfinder für die Internationale Freundschaft. Eine Verehrung oder Liebe zu seinem Vaterland ist für ein Pfadfinder nicht mehr wichtig. Eigenschaften wie Toleranz und Völkerverständigung sind wertvoller.

Ursprünglich steckte folgende Idee dahinter:

Es ging vor allem darum sich für dein Land einzusetzen und vorbereit zu sein, wenn sein Land einen brauch. Man sollte auf Polizisten hören und das Staatsoberhaupt verehren. Weil viele Gründer der Pfadfinderbewegung enge Verbindung zum Militär hatten, war ein weiterer Hintergedanke die Schulung der Fähigkeiten, die man als Kundschafter in Fremden Lädern oder als Pioniere braucht.