Schwarzzelte

Aus Pfadfinderwissen
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Schwarzzelte

Vorteile

Teilbar

Die Shwarzzelte sind Modular aufgebaut. Das vereinfacht den Transport, macht Jurtenburgen aus Material unterschiedlicher Stämme möglich und ermöglichst mit Kohten oder Jurten planen auch Einpersonenzelte aufzubauen. Die Kohten ist in vier Planen teilbar und einer OPA (Obere-Abdeck-Plane). Für den Transport kann sie auf mehrere Rucksäcke verteilt werden. Falls notwendig, kann sie aber auch in einem Stück transportiert werden. Damit verkürzt sich die Aufbauzeit.

Stabil, Robust und Feuerfest

Schwarzzelte sind aus dicker Baumwolle und robust Verarbeitet. Damit ist es möglich ein Feuer in der Mitte zu entfachen, ohne dass das Zelt Gefahr läuft zu brennen. Zusätzlich reißen Sie nur bei falscher Aufgebauten Zelten und sind einfach reparierbar.

Platz für die ganze Gruppe

Durch die vielfältige Aufbauweise findet je nach belieben in einem Zelt eine, Person, eine Sippe oder ein Stamm Platz. Es muss nicht in klein Gruppen geschlafen werden. In einer Jurtenburg findet sich Platz für Hunderte Menschen.

Zubehör

kann leider gemacht werden und man ist nicht auf Ersatzteile von einzelelnen Händlern angewiesen.

Tradition

Deutsche Pfadfinder schlafen seit Jahrzehnten in Kohten und sind stolz darauf. Des weiten ist es für jeden möglich am Zelt zu erkennen, dass es keine beliebige Leute sind die da Zelten sondern Pfadfinder. Das kann manchmal sehr hilfreich sein.

Unauffällig

In der Nacht und im Wald ist eine Kohte sehr unauffällig

Nachteile

Im Sommer heiß

Im Sommer kann es in einer Kohte sehr warm werden

kein Boden

Wer in einer Kohte schläft brauht eine Unterlegplane oder muss auf dem Waldboden schlagen

Hohes Gewicht

Eine Robuste Kohtenbahn hat ein relativ hohes Gewicht.

Lange Aufbauzeit

Wer eine Kohte im Wald aufbaut und alle Materialien selber herstellt braucht mindestens 30 Minuten.

Kröte

Kröte
Lok

Variante

  • mit zwei Stangen, um den Eingang frei zu haben.
  • Doppelkröte oder auch Lok genannt
  • oft nur als Materialzelt

Kohte

Kohte
Kohte am nächsten Morgen
Kohte ohne Herringe

Herkunft der Kothe

Die Pfadfinder haben sie nach dem 2. Weltkrieg von der Jungenschaft übernommen.Jungenschaft hat das Zelt der finnischen Samen nachgebaut und verbessert.Schwedische Namen für Kothe: Kate, Kote

Aufbauen einer Kohte

Material

  • 4 Planen:
  • 1 OPA (optimal)
  • 8 Herringe (aus Holz schnitzbar)
  • 1-2 Stangen (im Wald findbar)
  • 2 Tampen:
  • 1 Karabiner (optimal)
  • 1 Hammer,Beil oder großen Stock
  • Unterlegplanen

Anleitung

  • geraden freien Platz von Steinen befreien
  • 4 Kohtenbahnen falschherum knüpfen
  • Kohtenplanen drehen
  • mit Kreuzbund verbundenes Kothenkreuz an planen befestigen
  • vier Eckherringe gespannt einschlagen
  • Kreuz an Stangen hochziehen und befestigen
  • weiteren vier Herringe einschlagen
  • OPA befestigen
  • Eingang nach Wetterabgewandten Seite öffnen

Varianten der Kothe

  • Eine Mittelstande: (einfach, wenig Platz, schlecht für das Feuer)
  • Scherenstangen innen: (Aufwendig, lange Stangen erforderlich, viel Platz)
  • Baum: (sehr einfach, effektiv, selten optimale Situation)
  • Mit Erdstreifen: (höher, aufwendig, mehr zu tragen)
  • Doppelkohte (2 Kohten mit zwei umgekehren Kohtenplanen verbunden)
  • Hochkohte (Kohte mit Jurten-Seitenplanen drunter, damit man aufrecht stehen kann. Oft für Küchenzelt verwendetbar.)

Jurte

Jurte

Geschichte der Jurte

Die Jurte kommt ursprünglich aus Asien ist das traditionelle Zelt der Normaden. "Jurt(e)" ist türkisch und heißt "Heim".

Jurte und Kothe bei Pfadfinder

Eberhard Koebel Tusk (erfand auch die Jujas), eine prägende Figur der Bündischen Jugend, entwarf um 1930 zwei Zelttypen, die bis heute von deutschen Pfadfindern, Jungenschaftern, Wandervögeln und den Angehörigen der bündischen Jugend verwendet werden. Er nannte sie Kohte und Jurte, nach Zelt-/Behausungsformen der Samen und der Mongolen. Während der Nazizeit waren Kothen und Jurten verboten.

Aufbau

Eine Jurte besteht aus Jurtendach und Quadrat- oder Rechtecksplanen als Seitenteile, die mit einer Knüpftechnik und anschließendem Abspannen regendicht verbunden werden. Das Dach wird zusammengeknotet aus sechs Kohtenplanen, die miteinander verbunden eine zwölfeckige Fläche mit Loch in der Mitte bilden. Es gibt allerdings auch Jurtendächer, die aus einem Stück bestehen und nicht geknüpft werden müssen.

Material (Standartjurte)

  • 6 Kohtenplanen, alternativ: 1 komplettes Jurtendach oder 2 Jurtenhalbdächer
  • 6 Jurtendoppelplanen, alternativ: 12 Viereckzeltplanen (oder eine Mischung)
  • 12 Seitenstangen
  • 12 Abspannschnüre (weiße Tampen)
  • 12 Heringe
  • 1 Mittelstange als Einbein, 2 Stangen als Schwerenstange oder 3 Mittelstangen als Dreibein
  • 1 Karabiner
  • 2 lange Seile (gelbe Tampen)
  • 1 Jurtenkreuz
  • Abdeckplane

Material Ovarium:


Pflege

Eine Jurte kostet ungefähr 2000€, während eine Kohte ungefährt 500€ kostet. Das Material muss also gut gepflegt werden, damit es lange hält. Bei guter Pflege werden Schwarzzelte oft weit älter als 30 Jahre.

Falten

Zum einlagern

Apfeltasche

Umgang

  • Herringe nicht zu stark spannen
  • niemals über Planen laufen
  • Feuchte Planen nicht berühren, weil sie sonst undicht werden.
  • dreckige Planen trocknen und dann abbrüsten
  • Niemals feuchte Planen einlagern. Vorher trocknen.
  • Risse oder fehlende Knöpfe sofort beim Materialwart melden oder selber reparieren.

Kontrollfragen

  1. Wer hat die Kohte und die Jurte bei den Pfadfindern eingeführt und woher stammen Sie?
  2. Nenne 5 Vorteile von Schwarzzelten gegenüber Plastikzelte.
  3. Nenne 5 Nachteile von Schwarzzelten gegenüber Plastikzelte.
  4. Welche Zelte kann man mit 1,2,3,4,5,6 Kohtenbahnen bauen?
  5. Wie sieht eine Zelt mit drei Kohtenplanen aus?
  6. Erkläre wie man eine Kröte ausbaut und nenne zwei weitere Varianten.
  7. Erkläre wie man eine Lok ausbaut und nenne zwei weitere Varianten.
  8. Erkläre wie man eine Kohte ausbaut und nenne zwei weitere Varianten.
  9. Erkläre wie man eine Jurte ausbaut und nenne zwei weitere Varianten.
  10. Nenne Umgangsregeln für Schwarzplanen.
  11. Wie kann man eine Kohtenbahn falten und welche Vor und Nachteile gibt es?
  12. Wie teuer sind Kohtenbahnen?
  13. Wie schlägt man einen Hering in den Boden?
  14. Wie sieht ein guter Zeltplatz ein?
  15. Wo ist Zelten erlaubt?
  16. Was kann man tun wenn Planen undicht werden?
  17. Was wiegt eine Kohtenbahn? und das Zubehör?
  18. Wie lange braucht man um die üblichen Schwarzzelte aufzubauen?
  19. Wie viele Seile braucht man, um eine Jurte aufzubauen?
  20. Aus welchem Material besteht eine Kohtenbahn?

Quellen und Weiterführende Links

Jurtenland.de

Heimabende