Grundlagen unseres Bundes

Aus Pfadfinderwissen
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Bundesurkunde

1. Selbstverständnis unseres Bundes

Der Deutsche Pfadfinderbund Mosaik ist ein in der Jugenderziehung und Jugendpflege tätiger Jugendverband. Besonders will er dabei junge Menschen, gleich welcher Herkunft, Nationalität und Religion, ansprechen.

Der Deutsche Pfadfinderbund Mosaik ist frei von konfessioneller und parteipolitischer Bindung. Seine Erziehungsarbeit hat ihre Grundlagen in den Erfahrungen und Erkenntnissen Baden-Powells, in die Sprache unserer Zeit übersetzt.

Der Bund versteht sich mit vielen anderen in der Nachfolge der deutschen Jugendbewegung.

Der Deutsche Pfadfinderbund Mosaik tritt für eine freiheitliche und demokratische Staatsform ein und bekennt sich zum Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland.

Der Bund gibt bei Veranstaltungen seinen Mitgliedern die Möglichkeit, ihren religiösen Bedürfnissen und Verpflichtungen nachzukommen.

Die Gemeinschaft in unserem Bund ist geprägt durch

  • Verantwortungsbewusstsein
  • Engagement
  • Zuverlässigkeit
  • Verständigungswillen
  • Toleranz

eines jeden einzelnen Mitglieds.

Die Gruppen des Bundes sollen von Gruppenführern und Gruppenführerinnen geleitet werden, die ihr Führungsverhalten partnerschaftlich orientieren und die umfassend für diese verantwortungsvolle Aufgabe ausgebildet sind. Dabei sind sie sich ihrer Verantwortung und der Tatsache bewusst, dass sie in ihrer Arbeit Vorbild sind. Junge Menschen brauchen Vorbilder und Handlungsmuster, um durch kritisches Nachahmen lernen zu können.

Mit den so gewonnenen Erfahrungen können vorhandene Vorstellungen weiterentwickelt oder korrigiert werden.

Mit unserer Erziehungsarbeit möchten wir zur Entwicklung zum selbstbestimmten, gemeinschaftsfähigen und sich seiner Ganzheitlichkeit bewussten Menschen beitragen. Diese Arbeit hat neben den Erziehungsbereichen Elternhaus, Schule und Beruf ihren eigenen - besonderen - Stellenwert in der Entwicklung und Entfaltung des jungen Menschen.

Wir leiten daraus unsere Aufgaben ab:

2. Aufgaben

Der Bund will jungen Menschen zur Selbstentwicklung ihrer Anlagen Wege weisen.

Wir bieten unseren Mitgliedern die Möglichkeit langfristiger Bindung an und möchten insbesondere den jungen Menschen ein Gefühl der Geborgenheit und des Angenommenseins geben. Wir fördern die Integration junger Menschen aus unterschiedlichen Lebensbereichen und unterschiedlichen Lebensräumen.

Der Bund unterstützt die Entwicklung zum selbständig denkenden und verantwortungsbewusst handelnden Menschen.

Er fördert in verstärkter Weise Selbstfindung, Eigenbewusst sein und Selbstbestimmung einerseits u n d Sensibilität für die Situation anderer, Fähigkeit zur Zusammenarbeit und Gemeinschaftssinn andererseits.Die Entwicklung des Gemeinschaftssinnes und der Sensibilität für die Situation anderer bezieht sich nicht ausschließlich auf die Gemeinschaft des Bundes selbst, sondern weist mit dem Ziel der Beseitigung sozialer Benachteiligungen deutlich darüber hinaus. Die Entwicklung der Fähigkeit zuzuhören, Gedanken und Gefühle mitzuteilen und sich auszudrücken, andere zu verstehen, ein für die Beteiligten zufriedenstellendes Gespräch zu führen und Kompromisse zu finden, sind wesentliche Bestandteile unserer Erziehung. Dabei sind gegenseitige Achtung, Anerkennung und Einfühlungsvermögen für uns unabdingbare Voraussetzungen für den inneren und äußeren Frieden. Unsere Erziehung fördert konstruktives Handeln mit dem Ziel, den Gedanken helfender Partnerschaft im Leben zu verwirklichen. Helfende Partnerschaft umfasst dabei die Fähigkeit, anderen Hilfe zu geben, aber auch von anderen Hilfe annehmen zu können.

Im Leben unseres Bundes hat die Entwicklung der Kreativität eines jeden einzelnen Mitglieds einen wichtigen Stellenwert.

Wir fördern sie, weil wir davon überzeugt sind, dass sie gute Wege zur Selbstverwirklichung eröffnet, und weil sie nicht zuletzt die Erlebnisgemeinschaft der Gruppe vertieft.

Der Bund ermutigt seine Mitglieder

  • zur Entwicklung und Vertretung geistiger Grundwerte im Sinne dieser Bundesurkunde,
  • zur Verbundenheit mit dem eigenen Land in Übereinstimmung mit dem Wirken für örtlichen, nationalen und internationalen Frieden, für Verständigung und Zusammenarbeit,
  • zur aktiven, verantwortlichen und kritischen Mitarbeit bei der Weiterentwicklung unserer Gesellschaft und unseres Staates unter Berücksichtigung der Anerkennung und Achtung der Würde des oder der Nächsten und der Unverletzlichkeit der Natur unserer Welt,
  • zu fantasievollem Erkunden neuer Wege.

Hierbei wollen wir nicht übersehen, dass im alltäglichen Bereich unseres Lebens auch kleine Gesten vieles bewegen können.

Der Deutsche Pfadfinderbund Mosaik nimmt die Interessen von Kindern und Jugendlichen im Sinne des Pfadfındertums wahr und vertritt sie`in der Gesellschaft.

Die Erfüllung dieser Aufgaben zeigt sich durch folgende

3. Arbeitsformen

Pfadfinderische Erziehung geschieht nach dem Grundsatz „Lernen durch Tun”. Dies gibt Raum zum Einüben von Fähigkeiten und zum Sammeln von Erfahrungen.

Wesentliche Mittel für uns sind - das System der kleinen, überschaubaren Gruppengemeinschaft, in der jedes Mitglied eigenverantwortlich, seinem Alter und seiner Reife entsprechend, Aufgaben übernimmt;

  • die Arbeit in den Altersstufen;
  • die Regeln;
  • das Versprechen;
  • die Probenarbeit;
  • die für alle Mitglieder verbindliche einheitliche Kluft.

Wir leben pfadinderische Erziehung durch:

  • Heimabende
  • Fahrten
  • Lager
  • internationale Begegnungen
  • kreatives Gestalten
  • musische Bildung
  • Spiel und Sport
  • Verbundenheit mit der Natur

Voraussetzung für die Aufgabenerfüllung des Bundes ist eine umfassende, qualifizierte und mehrstufige Ausbildung der Gruppenführer und Gruppenführerinnen auf allen Führungsebenen.

Die Ausbildungskonzeption wird ständig den Bedürfnissen des Bundes entsprechend und auf Grund neuer pädagogischer Erkenntnisse überprüft.


Darüber hinaus regt der Bund seine Gruppenführer und Gruppenführerinnen ausdrücklich zur persönlichen Weiterbildung, insbesondere zum Erfahrungsaustausch untereinander, an und gibt Hilfestellungen hierzu.


Die in der Bundesurkunde niedergelegten Merkmale des Lebens in der Gemeinschaft des Bundes bedürfen der ständigen Weiterentwicklung und der Anpassung an veränderte Bedingungen.

Bundessatzung

5. Organisatorische Gliederung des DPBM

Der Verein gliedert sich in Stämme (Ortsverbände) und Ringe (Bezirksverbände).

Kleinste, selbständige, organisatorische Gliederung des DPBM ist der Stamm.

Mehrere Stämme innerhalb einer Region bilden einen Ring. Jeder Stamm gehört einem Ring an. Die Gliederungen verwirklichen die Ziele nach Punkt 2 dieser Satzung.

Daneben können sich Stämme zur Wahrnehmung von Verwaltungsaufgaben auf Stadt-, Kreis- und Landesebene zu Zweckverbänden zusammenschließen.

Die Stämme und Ringe, sowie Zweckverbände sind je eigene, in der Regel nicht rechtsfähige Vereine und haben das Recht, sich eigene Satzungen zu geben, die jedoch dieser Satzung nicht widersprechen dürfen. Darüber hinaus berät die Bundesführung die Gliederungen und Zweckverbände bei der Errichtung eigener Satzungen. Hinsichtlich der Wahlen müssen sie dem demokratischen Prinzip dieser Satzung entsprechen. Das Bundesthing des DPBM kann hierfür Rahmensatzungen erlassen. Ein Ring wird durch Beschluss des Bundesthings errichtet, geteilt oder aufgelöst.

6. Mitwirkung der Mitglieder und Wahlen

Wahlen und Abstimmungen in allen Organen und Gliederungen des DPBM werden durch Mehrheit der abgegebenen Stimmen entschieden, sofern diese Satzung nichts anderes vorschreibt. Dabei werden Stimmenthaltungen nicht berücksichtigt. Bei Stimmengleichheit gilt ein Antrag als abgelehnt bzw. ein Kandidat oder eine Kandidatin als nicht gewählt.

In der Regel wird durch Handzeichen abgestimmt (offene Abstimmung). Wenn ein Stimmberechtigter oder eine Stimmberechtigte es beantragt, wird schriftlich (geheim) abgestimmt.

Die Mitglieder bilden in den Stämmen altersgemäße Gruppen.

Die Mitglieder ab zwölf Jahren in diesen Gruppen wählen ihre Gruppenführung.

Alle Gruppenführer und Gruppenführerinnen wählen ihre Stammesführung (Vorstand). Die Stammesführung besteht aus dem Stammesführer oder der Stammesführerin und mindestens einem stellvertretenden Stammesführer oder einer stellvertretenden Stammesführerin. Alle Gruppenführer und Gruppenführerinnen bilden mit der Stammesführung den Stammesrat.

Der Stammesrat wählt die Gruppenführungcn der jüngeren Mitglieder.

Der Stammesrat wählt die Delegierten zu den Things (Delegiertenversammlungen).

Auf Ringebene bilden die Stammesführer und Stammesführerinnen, die Delegierten der Stämme und die Ringführung das Ringthing. Die Delegiertenzahlen der Stämme werden durch vom Ringthing festzulegende Messzahlen ermittelt. Diese orientieren sich an den Mitgliedszahlen, die für die letzte Beitragszahlung zu Grunde gelegt wurden. Die Delegierten müssen das sechzehnte Lebensjahr vollendet haben. Das Ringthing wählt den Ringführer oder die Ringführerin und mindestens zwei Stellvertreter oder Stellvertreterinnen.

Das Ringthing wählt die Delegierten und eine entsprechende Anzahl Ersatzdelegierte für das Bundesthing und den Bundesrat nach dem in dieser Satzung festgelegten Schlüssel. Die Wahl gilt für die Dauer von drei Jahren. Die Ringführer oder Ringführerinnen haben im Bundesthing Stimmrecht.

Zusätzlich entsenden die Ringe für je 65 Mitglieder einen Delegierten oder eine Delegierte. Nimmt die Zahl der Delegierten für einen Ring im zweiten oder dritten Jahr der Wahlperiode ab, so sind alle Delegierten neu zu wählen.

Als Berechnungsgrundlage für die Zahl der Delegierten eines Ringes dienen die im vergangenen Jahr an den Verein ”Pfadf1nder-Bundesamt Köln e.V.” abgeführten Mitgliedsbeiträge. Wahlergebnisse sind der Führung der nächsthöheren Gliederung vorzulegen.

Ein eventueller Einspruch muss mit Begründung innerhalb von sechs Wochen erfolgen.

Erfolgt bei gleichem Wahlergebnis ein emeuter Einspruch, so ist das Votum des Things (Delegiertenversammlung) der Gliederung maßgebend, deren Führung Einspruch erhoben hat.

Das Einspruchsrecht greift hoch bis zur Bundesführung.

7. Organe des DPBM

Die Organe des DPBM sind:

  • die Bundesfühnıng (Vorstand)
  • der Bundesrat (Ausschuss)
  • das Bundesthing (Delegiertenversammlung)

8. Bundesführung

Die Bundesführtıng (Vorstand) besteht aus dem Bundesführer oder der Bundesführerin (Vorsitzender oder Vorsitzende) und vier gleichberechtigten stellvertretenden Bundesführem oder Bundesführerinnen (stellvertretende Vorsitzende). Die Mitglieder der Bundesführung werden vom Bundesthing in getrennten Wahlgängen mit einfacher Mehrheit der abgegebenen Stimmen für die Dauer von drei Jahren gewählt. Wiederwahl ist zulässig. Für besondere Sachgebiete und Aufgaben kann die Bundesführung Bundesreferenten und/oder Bundesreferentinnen berufen und entlassen. Sie haben in den Organen des DPBM hinsichtlich ihres Referates beratende Stimme.

Vorstand im Sinne des § 26 BGB sind je zwei Mitglieder der Bundesführung gemäß Absatz l gemeinschaftlich. Sie vertreten den DPBM gerichtlich und außergerichtlich.

Vor Ablauf der Amtszeit kann das Bundesthing die Bestellung eines Mitglieds der Bundesführung nur dadurch widerrufen, dass es mit Mehrheit der Stimmberechtigten eine andere Person zum neuen Mitglied der Bundesführung wählt. Die Bundesfühnıng gibt sich ihre Geschäftsordnung selbst. Die Bundesführung ist bei Vorstandssitzungen beschlussfähig, wenn mehr als die Hälfte der stimmberechtigten Vorstandsmitglieder anwesend ist.

9. Bundesrat

Der Bundesrat setzt sich zusammen aus der Bundesführung und den Ringführern und Ringführerinnen bzw. deren Vertretungen.

Die Ringe entsenden für je 300 Mitglieder ein weiteres Mitglied ihrer Ringführung in den Bundesrat.

Der Bundesrat wahrt zwischen den Zusammenkünften des Bundesthings dessen Interessen.

Er bereitet die Bundesthings vor, beschließt über Veranstaltungen auf Bundesebene und gibt Richtlinien überderen Ziele, Inhalte und Methoden.

Der Bundesrat wird vom Bundesführer oder der Bundesführerin bzw. von einem dafür beauftragten Mitglied der Bundesführung einberufen, so oft es die Arbeit erfordert, oder wenn ein Drittel seiner stimmberechtigten Mitglieder dies unter Angabe einer Tagesordnung beantragen.

Der Bundesrat ist beschlussfähig, wenn er ordnungsgemäß einberufen wurde und mindestens die Hälfte der stimmberechtigten Mitglieder anwesend ist. Die Einberufung erfolgt schriftlich unter Angabe einer Tagesordnung bei einer Ladungsfrist von vierzehn Tagen.

Der Bundesrat wird vom Bundesführer oder der Bundesführerin geleitet, mit dessen bzw. deren Zustimmung der Bundesrat einen anderen Tagungsleiter oder eine andere Tagungsleiterin wählen kann. Über die Sitzung ist ein Protokoll zu führen, das von dem Protokollführer oder der Protokollführerin und einem Mitglied der Bundesführung zu unterzeichnen ist.

10. Bundesthing

Das Bundesthing ist die Delegiertenversammlung des DPBM und findet mindestens alle drei Jahre statt. Stimmberechtigt sind die Mitglieder der Bundesführung, die Ringführer bzw. Ringführerinnen und die Delegierten der Ringe.

Das Bundesthing hat unter anderem folgende Aufgaben:

  • Entgegennahme der Arbeitsberichte der Mitglieder der Bundesführung
  • Festsetzung der Bundesbeiträge
  • Wahl und Entlastung der Bundesführung
  • Wahl der Mitglieder des Vereins ”Pfadfinder-Bundesamt Köln e.V.”
  • Erlass und Änderung der Bundesverfassung
  • Beschlussfassung über die Errichtung, Teilung oder Auflösung von Ringen
  • Aufnahme oder Ausschluss korporativer Mitglieder

Das Bundesthing wird vom Bundesführer oder der Bundesführerin bzw. von einem dafür beauftragten Mitglied der Bundesführung schriftlich unter Angabe einer Tagesordnung bei einer Ladungsfrist von vier Wochen einberufen. Das Bundesthing ist auch dann einzuberufen, wenn ein Drittel seiner Mitglieder dies schriftlich unter Angabe einer Tagesordnung beantragt. Das Bundesthing wird vom Bundesführer oder der Bundesführerin geleitet, mit dessen bzw. deren Zustimmung das Thing einen anderen Thingleiter oder eine andere Thingleiterin wählen kann.

Das Bundesthing ist beschlussfahig, wenn es ordnungsgemäß einberufen wurde und mehr als die Hälfte der stimmberechtigten Mitglieder anwesend ist. Erlass und Änderung der Bundesurkunde, der Bundessatzung und/oder der Bundesordnung bedürfen einer Mehrheit von zwei Dritteln der abgegebenen Stimmen. Über das Bundesthing ist eine Niederschrift aufzunehmen, die von dem Protokollführer oder der Protokollführerin, dem Bundesführer bzw. der Bundesführerin und einem weiteren Mitglied der Bundesführung zu unterzeichnen und bis spätestens zehn Wochen nach dem Bundesthing allen Stimmberechtigten zu übersenden ist.

Bundesordnung

Aufbau des Bundes

Der Bund gliedert sich in Stämme und Ringe.

Der Stamm ist die kleinste, alle Altersstufen umfassende selbständige Gliederung des Bundes.

Im Stamm bilden die Wölflinge Meuten, die Pfadfinder und Pfadfinderinnen Sippen und Trupps, die Rover Roverrunden.

Der Stamm wird vom Stammesführer oder der Stammesführerin geführt. Dem Stammesführer oder der Stammesführerin steht die Stammesführung zur Seite. Neue Meuten, Sippen und Roverrunden einer Stadt oder eines Ortsteils können im Einvernehmen mit der zuständigen Ringführung einen Aufbaustamm gründen. Aufbaustämme werden von einer Gliederung des Bundes partnerschaftlich betreut.


Zwei oder mehrere Stämme können einen Horst bilden. Die Grundlage eines solchen Zusammenschlusses sollte das Nachbarschaftsverhältnis der beteiligten Stämme sein. Die Belange des Horstes werden durch die Horstführung wahrgenommen.


In einer bestimmten Region bilden mehrere Stämme (in der Regel mindestens fünf) einen Ring. Neue Gruppen schließen sich einem Ring in ihrer Region an. Aufbauringe können von mindestens zwei Stämmen gegründet werden, wenn dies für die Organisation des Bundes sinnvoll ist. Über einen Aufbauantrag entscheidet die Bundesführung. Der Aufbauring wird vom Bundesthing als Ring anerkannt, wenn die bisherige Arbeit die Gewähr für dauerhaften Bestand bietet, insbesondere eine Schulung für Sippenführer und Sippenführerinnen eigenständig durchgeführt werden kann und dem Ring mindestens vier Stämme angehören. Der Ring wird von der Ringführung geführt. Der Ringführung steht der Ringführer oder die Ringführerin vor.

Alle Ringe bilden den Bund. Der Bund wird von der Bundesführung geführt. Der Bundesführung steht der Bundesführer oder die Bundesführerin vor. Der Übertritt von einer Gliederung in eine andere kann nur im Einvernehmen der Führungen beider Gliederungen erfolgen.

Bei Meinungsverschiedenheiten im Bund entscheidet die zuständige Führung, die gegebenenfalls eine neutrale Schiedsstelle einrichten kann. Gegen deren Entscheidung kann das zuständige Thing angerufen werden.

Stufenarbeit

Zu einer Stufe gehört ein Mitglied durch sein Lebensalter und seine Reife. Die Gliederung in Stufen ermöglicht es, Mittel und Methoden der Bundesarbeit dem Entwicklungsstand anzupassen.

Stufen sind:

  • Wölflinge: Kinder im Alter von 7/8 Jahren bis 11/12 Jahren
  • Pfadfinder und Pfadfinderinnen: Kinder und Jugendliche im Alter von 11/12 Jahren bis 16/17 Jahren
  • Rover: Jugendliche und Erwachsene im Alter ab 16/17 Jahren

Die Wölflingsstufe

In der Regel erfolgt der Eintritt in die Wölflingsstufe mit 7/8 Jahren. Die Grundlage der spielerischen Arbeit der Wölflinge ist im Dschungelbuch von R. Kipling begründet. Viele Bezeichnungen und Methoden werden daraus abgeleitet bzw. sind daran angelehnt.

Die Wölflinge eines Stammes bilden die Meute. Das Rudel ist eine Spielegemeinschaft in der Meute. Die Meute wird von der Meutenführung geführt. Der Meutenführung steht der Meutenführer oder die Meutenlührerin vor.

Bestandteil des spielerischen Lernens in der Wölflingsstufe ist die Probenarbeit. Es gibt die:

  • Jungwolfprobe
  • Sternwolfprobe
  • Stammwolfprobe.

Die Proben sind in der Probenordnung unseres Bundes näher erläutert.


Grundlegend für die Wölflingsstufe sind die Wölflingsregeln:

  • Ich nehme Rücksicht auf andere und helfe, wo ich kann.
  • Ich höre den Rat des alten Wolfes.


Nach einer angemessenen Zeit der Zugehörigkeit zur Meute wird das Wölflingsversprechen abgelegt. Wölflingsversprechen werden in besonderer Form von dem Stammesführer bzw. der Stammesführerin oder dem Meutenführer bzw. der Meutenführerin abgenommen. Das Wölflingsversprechen lautet:


Ich verspreche mein Bestes zu tun, im Vertrauen auf Gott, ein guter Freund (wahlweise eine gute Freundin) zu sein und mit euch nach den Wölflingsregeln zu leben.


Das Versprechen kann wahlweise mit oder ohne religiöse Formel abgelegt werden.


Der Wahlspruch der Wölflinge lautet: „Wir tun unser Bestes!"


Der Gruß der Wölflinge lautet: „Gut Jagd."


Die Wölflinge heben die rechte Hand hoch. Zeige- und Mittelfinger sind ausgestreckt, der Daumen liegt über Ring und kleinem Finger. Dies symbolisiert den Wolfskopf und erinnert an das Wölflingsversprechen.


Die Meutenführungen tragen das orangefarbene Halstuch und die Lilie.

Die Pfadfinderstufe

In der Regel erfolgt der Eintritt in diese Stufe mit ll/12 Jahren (Jungpfadfinder/ Jungpfadfinderinnen).

Sie beginnt bei den Jüngeren spielerisch und bezieht bei den Älteren zunehmend weitere Erlebniselemente ein. Ihre besondere Methode ist die Kundschaft. Grundsätzlich bilden Jungen und Mädchen getrennte Sippen mit je 6 bis 8 Mitgliedern. Die Sippe wird vom Sippenführer oder von der Sippenführerin geführt. 2 bis 4 Sippen können einen Trupp bilden.

Bestandteil der Pfadfinderstufe ist die Probenarbeit. Es gibt eine Probe für die Jungpfadfınder und Jungpfadfinderinnen und Probe(n) für die Pfadfinder und Pfadfinderinnen.

Die Proben sind in der Probenkonzeption unseres Bundes näher erläutert.

Grundlegend für die Pfadfinderstufe sind die Pfadfinderregeln.


Unsere Pfadfinderregeln, entwickelt aus den zehn Pfadlindergesetzen Baden-Powells, geben die heutigen Werteunserer Bundesgemeinschaft wieder:


  • Ich bin bereit, in der und fur die Gemeinschafl Verantwortung zu übernehmen und Pflichten zu tragen.
  • Ich will zuverlässig sein und zu meinem Wort stehen.
  • Ich will hilfsbereit sein und fur andere eintreten.
  • Ich will zur Freundschafi aller Pfadfinder und Pfadfinderinnen und zum guten Miteinander aller Menschen beitragen.
  • Ich will Rucksicht nehmen und verstándnisvoll sein.
  • Ich trage zum Schutz und zur Erhaltung der Natur bei.
  • Ich setze mich kritisch mit mir selbst und mit meiner Umwelt auseinander.
  • Ich will zuversichtlich sein.
  • Ich bemühe mich, einfach und bewusst zu leben.
  • Ich will offen für neue Wege sein.


Nach einer angemessenen Zeit der Zugehörigkeit zur Sippe wird das Pfadfinderversprechen abgelegt. Pfadfinderversprechen werden in feierlicher Form von dem Stammesführer oder der Stammesführerin abgenommen.

Das Pfadfinderversprechen lautet:

Ich verspreche mein Bestes zu tun, im Vertrauen auf Gott, jederzeit und allen Menschen zu helfen und nach den Pfadfinderregeln zu leben.


Das Versprechen kann wahlweise mit oder ohne religiöse Formel abgelegt werden.


Der Wahlspruch der Pfadfinder und Pfadfinderinnen lautet: „Allzeit bereit”


Der Gruß der Pfadfinder und Pfadfinderinnen lautet: „Gut Pfad”


Die Pfadfinder und Pfadfinderinnen heben die rechte Hand hoch. Zeige-, Mittel- und Ringfinger sind aus gestreckt, der Daumen liegt über dem kleinen Finger.

Dies symbolisiert die Lilie und erinnert an das Pfadfinderversprechen.

Die Roverstufe

ln der Regel erfolgt der Eintritt in die Roverstufe mit 16/17 Jahren (Jungrover).

Rover sollen Roverrunden bilden. Bei Gründung von Roverrunden ist die Freiwilligkeit des Zusammenschluss von besonderer Bedeutung. Stammesübergreifende Roverrunden sind dabei möglich. Die Gründung einer Roverrunde bzw. deren Übertritt aus der Pfadfinderstufe soll von den Stammesführungen aktiv begleitet und unterstützt werden.

Die Roverrunde besteht aus mindestens drei Personen.

Die Roverrunde wird anfänglich vom Roversprecher geleitet. Die fortgeschrittene Roverrunde verantwortet ihr Gruppenleben gemeinsam und wird vom Roversprecher vertreten.


Die Roverstufe beginnt in einer Übergangsphase mit einer verstärkten Erlebnisorientierung und einer allmählichen Hinführung zur Selbständigkeit. In dieser Phase kann Probenarbeit Bestandteil der Roverarbeit sein.


Die besondere Methode der Roverstufe ist die Arbeit in Projekten Insbesondere die Beschäftigung mit den Werten der Bundesurkunde und deren Umsetzung in die Lebenswirklichkeít nehmen in der Roverstufe einen breiten Raum ein. Rover übernehmen eine wichtige Vorbildfunktion für Jüngere in Stamm und Bund.


Für die Rover werden Pfadfinderversprechen und Pfadfinderegeln fortgeführt.

Nach einer angemessenen Zeit der Zugehörigkeit zur Roverstufe und der individuellen Auseinandersetzung mit den Werten der Bundesurkunde erfolgt der Abschluss der persönlichen Standortbestimmung in feierlichem Rahmen. Die Stämme finden dafür eigene For- men und Rituale.

Der Wahlspruch und der Gruß der Rover werden aus der Pfadfinderstufe fortgeführt.

Führung

Die Führer und Führerinnen unseres Bundes bemühen sich, die Werte der Bundesurkunde den ihnen anvertrauten Kindern und Jugendlichen zu vermitteln.

Dies wollen sie durch die in der Bundesverfassung festgelegten Mittel der pfadfinderischen Erziehung erreichen.

In unserer Bundesgemeinschaft verstehen wir unter Führung: Etwas bewegen und bewirken, den Weg weisen, Vorbild sein, im Team arbeiten.

Erläuterungen und Anregungen zur Umsetzung der Bundesverfassung sind in dem Führungshandbuch des Bundes niedergelegt.

Verwaltung

Neben den Führungsaufgaben bestehen Verwaltungsaufgaben, die nach rein sachlichen und geschäftlichen Gesichtspunkten gewissenhaft durchgeführt werden.

Führung und Verwaltung sind nicht miteinander zu verwechseln, auch wenn sie sich gelegentlich in einer Hand vereinigen.

Die Verwaltungsaufgaben auf Bundesebene werden vom Bundesamt wahrgenommen.

Die weiteren Gliederungen des Bundes können entsprende Stellen errichten, für die die jeweiligen Führungen verantwortlich sind.



Formen und Zeichen

siehe anderen Seiten im Wiki


Die vollständige Bundesverfassung

Kontrollfragen

Pfadfinderbewegung

  1. Wie sind die Wandervögel entstanden und welche Ziele verfolgen Sie?
  2. Wo ist der unterschied zwischen der Bündischen Jugend und den Pfadfinder? Nenne dafür jeweils 5 wichtige Eigenschaften der beiden Seiten.(Bündisch/Scoutitisch)
  3. Welche Elemente verwendet unser Bund noch heute von der Bündischen Jugend?
  4. Woher stammt die Pfadfinderbewegung ursprünglich und wer hat sie wie nach Deutschland geholt?
  5. Durch welche Geschichtlichen Ereignisse sind heute Pfadfinder und Bündische Jugend untrennbar miteinander verknüpft?
  6. Wieso hat sich der DPB-W vom DPB abgespalten?
  7. Wieso war eine Umbenennung (in DPBM) und Abgrenzung vom DPB-W für unseren Bund sehr wichtig?
  8. Erkläre den Missbrauch Pfadfinderischen und Bündischen Traditionen durch die Hitler-Jugend.
  9. Warum treten Pfadfinder so Militärisch auf?
  10. Wann wurden die Pfadfinder und der RDP wieder gegründet? In welchen Teilen von Deutschland war das?
  11. Wieso sind Westlichen Landesmarken aus dem BDP ausgetreten und in den DPB-W eingetreten?
  12. Was passierte mit dem BDP? und wie heißt der Nachfolger?
  13. Was ist der DPV und wieso wurde der gegründet?
  14. Wollte der DPV in den RDP eintreten? und wieso hat es nicht geklappt?
  15. Warum ist die Pfadfinderei im deutschsprachigen Raum so vielfältig?

Unser Bund

  1. Was ist das besondere an unserem Bund? Nenne dazu wichtige Elemente des Bundes.
  2. Was unterscheidet unseren Bund von der DPSG?
  3. Sind wir die einzig wahren Pfadfinder?
  4. Welche Bündnischen und Scoutitischen Elemente haben wir in unserem Bund?
  5. Wie ist unser Bund aufgebaut?

Quellen und Weiterführende Links

Bundessatzung des DPBM

Heimabende