Bundesverfassung

Aus Pfadfinderwissen
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Bundesurkunde

1. Selbstverständnis unseres Bundes

Der Deutsche Pfadfinderbund Mosaik ist ein in der Jugenderziehung und Jugendpflege tätiger Jugendverband. Besonders will er dabei junge Menschen, gleich welcher Herkunft, Nationalität und Religion, ansprechen.

Der Deutsche Pfadfinderbund Mosaik ist frei von konfessioneller und parteipolitischer Bindung. Seine Erziehungsarbeit hat ihre Grundlagen in den Erfahrungen und Erkenntnissen Baden-Powells, in die Sprache unserer Zeit übersetzt.

Der Bund versteht sich mit vielen anderen in der Nachfolge der deutschen Jugendbewegung.

Der Deutsche Pfadfinderbund Mosaik tritt für eine freiheitliche und demokratische Staatsform ein und bekennt sich zum Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland.

Der Bund gibt bei Veranstaltungen seinen Mitgliedern die Möglichkeit, ihren religiösen Bedürfnissen und Verpflichtungen nachzukommen.

Die Gemeinschaft in unserem Bund ist geprägt durch

  • Verantwortungsbewusstsein
  • Engagement
  • Zuverlässigkeit
  • Verständigungswillen
  • Toleranz

eines jeden einzelnen Mitglieds.

Die Gruppen des Bundes sollen von Gruppenführern und Gruppenführerinnen geleitet werden, die ihr Führungsverhalten partnerschaftlich orientieren und die umfassend für diese verantwortungsvolle Aufgabe ausgebildet sind. Dabei sind sie sich ihrer Verantwortung und der Tatsache bewusst, dass sie in ihrer Arbeit Vorbild sind. Junge Menschen brauchen Vorbilder und Handlungsmuster, um durch kritisches Nachahmen lernen zu können.

Mit den so gewonnenen Erfahrungen können vorhandene Vorstellungen weiterentwickelt oder korrigiert werden.

Mit unserer Erziehungsarbeit möchten wir zur Entwicklung zum selbstbestimmten, gemeinschaftsfähigen und sich seiner Ganzheitlichkeit bewussten Menschen beitragen. Diese Arbeit hat neben den Erziehungsbereichen Elternhaus, Schule und Beruf ihren eigenen - besonderen - Stellenwert in der Entwicklung und Entfaltung des jungen Menschen.

Wir leiten daraus unsere Aufgaben ab:

2. Aufgaben

Der Bund will jungen Menschen zur Selbstentwicklung ihrer Anlagen Wege weisen.

Wir bieten unseren Mitgliedern die Möglichkeit langfristiger Bindung an und möchten insbesondere den jungen Menschen ein Gefühl der Geborgenheit und des Angenommenseins geben. Wir fördern die Integration junger Menschen aus unterschiedlichen Lebensbereichen und unterschiedlichen Lebensräumen.

Der Bund unterstützt die Entwicklung zum selbständig denkenden und verantwortungsbewusst handelnden Menschen.

Er fördert in verstärkter Weise Selbstfindung, Eigenbewusst sein und Selbstbestimmung einerseits u n d Sensibilität für die Situation anderer, Fähigkeit zur Zusammenarbeit und Gemeinschaftssinn andererseits.Die Entwicklung des Gemeinschaftssinnes und der Sensibilität für die Situation anderer bezieht sich nicht ausschließlich auf die Gemeinschaft des Bundes selbst, sondern weist mit dem Ziel der Beseitigung sozialer Benachteiligungen deutlich darüber hinaus. Die Entwicklung der Fähigkeit zuzuhören, Gedanken und Gefühle mitzuteilen und sich auszudrücken, andere zu verstehen, ein für die Beteiligten zufriedenstellendes Gespräch zu führen und Kompromisse zu finden, sind wesentliche Bestandteile unserer Erziehung. Dabei sind gegenseitige Achtung, Anerkennung und Einfühlungsvermögen für uns unabdingbare Voraussetzungen für den inneren und äußeren Frieden. Unsere Erziehung fördert konstruktives Handeln mit dem Ziel, den Gedanken helfender Partnerschaft im Leben zu verwirklichen. Helfende Partnerschaft umfasst dabei die Fähigkeit, anderen Hilfe zu geben, aber auch von anderen Hilfe annehmen zu können.

Im Leben unseres Bundes hat die Entwicklung der Kreativität eines jeden einzelnen Mitglieds einen wichtigen Stellenwert.

Wir fördern sie, weil wir davon überzeugt sind, dass sie gute Wege zur Selbstverwirklichung eröffnet, und weil sie nicht zuletzt die Erlebnisgemeinschaft der Gruppe vertieft.

Der Bund ermutigt seine Mitglieder

  • zur Entwicklung und Vertretung geistiger Grundwerte im Sinne dieser Bundesurkunde,
  • zur Verbundenheit mit dem eigenen Land in Übereinstimmung mit dem Wirken für örtlichen, nationalen und internationalen Frieden, für Verständigung und Zusammenarbeit,
  • zur aktiven, verantwortlichen und kritischen Mitarbeit bei der Weiterentwicklung unserer Gesellschaft und unseres Staates unter Berücksichtigung der Anerkennung und Achtung der Würde des oder der Nächsten und der Unverletzlichkeit der Natur unserer Welt,
  • zu fantasievollem Erkunden neuer Wege.

Hierbei wollen wir nicht übersehen, dass im alltäglichen Bereich unseres Lebens auch kleine Gesten vieles bewegen können.

Der Deutsche Pfadfinderbund Mosaik nimmt die Interessen von Kindern und Jugendlichen im Sinne des Pfadfındertums wahr und vertritt sie`in der Gesellschaft.

Die Erfüllung dieser Aufgaben zeigt sich durch folgende

3. Arbeitsformen

Pfadfinderische Erziehung geschieht nach dem Grundsatz „Lernen durch Tun”. Dies gibt Raum zum Einüben von Fähigkeiten und zum Sammeln von Erfahrungen.

Wesentliche Mittel für uns sind - das System der kleinen, überschaubaren Gruppengemeinschaft, in der jedes Mitglied eigenverantwortlich, seinem Alter und seiner Reife entsprechend, Aufgaben übernimmt;

  • die Arbeit in den Altersstufen;
  • die Regeln;
  • das Versprechen;
  • die Probenarbeit;
  • die für alle Mitglieder verbindliche einheitliche Kluft.

Wir leben pfadinderische Erziehung durch:

  • Heimabende
  • Fahrten
  • Lager
  • internationale Begegnungen
  • kreatives Gestalten
  • musische Bildung
  • Spiel und Sport
  • Verbundenheit mit der Natur

Voraussetzung für die Aufgabenerfüllung des Bundes ist eine umfassende, qualifizierte und mehrstufige Ausbildung der Gruppenführer und Gruppenführerinnen auf allen Führungsebenen.

Die Ausbildungskonzeption wird ständig den Bedürfnissen des Bundes entsprechend und auf Grund neuer pädagogischer Erkenntnisse überprüft.


Darüber hinaus regt der Bund seine Gruppenführer und Gruppenführerinnen ausdrücklich zur persönlichen Weiterbildung, insbesondere zum Erfahrungsaustausch untereinander, an und gibt Hilfestellungen hierzu.


Die in der Bundesurkunde niedergelegten Merkmale des Lebens in der Gemeinschaft des Bundes bedürfen der ständigen Weiterentwicklung und der Anpassung an veränderte Bedingungen.

Bundessatzung

1. Name, Sitz und Rechtsform

a.) Der Verein führt den Namen Deutscher Pfadfinderbund Mosaik - nachfolgend abgekürzt DPBM genannt - und hat seinen Sitz in Köln.

b.) Der DPBM hat die Rechtsform eines nicht eingetragenen Vereines.

c.) Rechtsträger aller Bundesstellen, Bundeseinrichtungen und Bundesunternehmungen ist der Verein "Pfadfinder-Bundesamt Köln e.V." mit Sitz in Köln.

2. Ziel und Zweck

Der DPBM ist ein in der Jugenderziehung und Jugendpflege tätiger Jugendverband.

Seine Ziele sind in der Bundesurkunde ausführlich niedergelegt, die zusammen mit der Bundesordnung und dieser Satzung die Bundesverfassung bildet.

Etwaige Gewinne seines unter 1c) dieser Satzung bezeichneten Rechtsträgers oder seiner unter 5) genannten Gliederungen und Zweckverbände dürfen nur für die satzungsgemäßen Zwecke verwendet werden.

Niemand darf durch Verwaltungsausgaben, die den Zwecken des DPBM fremd sind, oder durch unverhältnismäßig hohe Vergütungen begünstigt werden.

3. Mitgliedschaft

Die Mitgliedschaft im DPBM können alle Kinder und Jugendlichen sowie Erwachsene erwerben, die zur Mitarbeit im Sinne der Bundesurkunde des DPBM bereit sind.

Der Beitritt ist schriftlich zu erklären und muss bei Minderjährigen die schriftliche Einverständniserklärung eines Erziehungsberechtigten enthalten. Über die Aufnahme von Mitgliedern entscheidet die Führung der zuständigen Gliederung des DPBM.

Bei der Aufnahme von Erwachsenen muss die Zustimmung der zuständigen Ringführung eingeholt werden. Dabei ist ein polizeiliches Führungszeugnis vorzulegen. Jedes Mitglied ist verpflichtet, an den Verein ”Pfadfinder-Bundesamt Köln e.V.” einen Beitrag in der Höhe zu entrichten, wie er vom Bundesthing festgelegt wird. Die Gliederungen des DPBM sind berechtigt, über den Bundesbeitrag hinaus für ihren eigenen Bedarf Umlagen, Aufnahmegebühr und Beiträge zu erheben. Nach der Aufnahme erhält jedes Mitglied einen Mitgliedsausweis.

Ausweise, Stempel und Bundeszeichen sind Eigentum des DPBM und beim Ausscheiden unaufgefordert an die zuständigen Führungsstellen des DPBM zurückzugeben. Hat das Mitglied für diese Gegenstände Zahlungen geleistet, sind diese als Nutzungsentgelt (Leihgebühr) anzusehen und verpfiichten den DPBM nicht zur Erstattung. Jugendgemeinschaften und juristische Personen können als korporative Mitglieder dem DPBM beitreten. Rechte und Pflichten korporativer Mitglieder sind in einem schriftlichen Vertrag festzulegen. Über ihre Aufnahme entscheidet das Bundesthing auf Vorschlag der Bundesführung.

4. Ende der Mitgliedschaft

Die Mitgliedschaft erlischt durch Austritt, Ausschluss, Zahlungsverzug oder Tod.

A. Die Austrittserklärung hat schriftlich zu erfolgen und muss bei Minderjährigen auch die Unterschrift eines Erziehungsberechtigten tragen.

B. Der Ausschluss kann insbesondere erfolgen bei

  • erheblichen Verstößen gegen die Bestimmungen dieser Satzung oder gegen die verbindlichen Beschlüsse des Bundesthings;
  • strafbaren Handlungen oder grober Schädigung des Ansehens des DPBM in der Öffentlichkeit.

Der Ausschluss wird nach Ermittlung des Tatbestandes und Gewährung des rechtlichen Gehörs ausgesprochen

  • für alle minderjährigen Mitglieder, soweit sie eine überörtliche Führungsaufgabe erfüllen und nicht Stammesführer oder Stammesführerin sind, durch den Stammesrat (siehe 6.) mit Berufungsmöglichkeit an die Ringfühnıng, die dann endgültig entscheidet.
  • für alle anderen Mitglieder und Führungskräfte innerhalb eines Ringes durch die Ringführung, gegen deren Entscheidung die Bundesführung angerufen werden kann.
  • für Mitglieder der Bundesführung und der Ringführungen durch das Bundesthing, wobei in dringenden Fällen der Bundesrat eine vorläufige Entscheidung treffen kann.

Eine Berufung hat keine aufschiebende Wirkung. Sie kann nur innerhalb eines Monats nach Zustellung des Ausschlussbescheides eingelegt werden. Auf die Berufungsmöglichkeiten ist im Ausschlussbescheid unter genauer Angabe der zuständigen Stelle hinzuweisen. In dringenden Fällen können der Bundesführer oder die Bundesführerin gemeinsam mit einem weiteren Mitglied der Bundesfühnıng jedes Mitglied im Bund

  • ferner die Führer oder Führerinnen der Gliederungen des DPBM gemeinsam mit einem weiteren Mitglied ihrer Führung beurlauben und/oder von seinem Führungsamt suspendieren.

Die betroffene Person kann binnen Vier Wochen Einspruch erheben. Die Maßnahme verliert nach einem Einspruch nur dann ihre Gültigkeit, wenn sie nicht bis spätestens zwei Monate danach durch das für einen Ausschluss zuständige Gremium bestätigt worden ist. Über die Wiederaufnahme ausgeschlossener Mitglieder entscheidet das Gremium, das den Ausschluss in letzter Instanz ausgesprochen hat, bei Erwachsenen die Bundesführung.

C. Die Mitgliedschaft erlischt, sofern der Rückstand mehr als den Beitrag für den Zeitraum eines Jahres beträgt. Dies gilt nicht, wenn nach schriftlicher Mahnung innerhalb eines Monats nach der Absendung gezahlt wird.

5. Organisatorische Gliederung des DPBM

Der Verein gliedert sich in Stämme (Ortsverbände) und Ringe (Bezirksverbände).

Kleinste, selbständige, organisatorische Gliederung des DPBM ist der Stamm.

Mehrere Stämme innerhalb einer Region bilden einen Ring. Jeder Stamm gehört einem Ring an. Die Gliederungen verwirklichen die Ziele nach Punkt 2 dieser Satzung.

Daneben können sich Stämme zur Wahrnehmung von Verwaltungsaufgaben auf Stadt-, Kreis- und Landesebene zu Zweckverbänden zusammenschließen.

Die Stämme und Ringe, sowie Zweckverbände sind je eigene, in der Regel nicht rechtsfähige Vereine und haben das Recht, sich eigene Satzungen zu geben, die jedoch dieser Satzung nicht widersprechen dürfen. Darüber hinaus berät die Bundesführung die Gliederungen und Zweckverbände bei der Errichtung eigener Satzungen. Hinsichtlich der Wahlen müssen sie dem demokratischen Prinzip dieser Satzung entsprechen. Das Bundesthing des DPBM kann hierfür Rahmensatzungen erlassen. Ein Ring wird durch Beschluss des Bundesthings errichtet, geteilt oder aufgelöst.

6. Mitwirkung der Mitglieder und Wahlen

Wahlen und Abstimmungen in allen Organen und Gliederungen des DPBM werden durch Mehrheit der abgegebenen Stimmen entschieden, sofern diese Satzung nichts anderes vorschreibt. Dabei werden Stimmenthaltungen nicht berücksichtigt. Bei Stimmengleichheit gilt ein Antrag als abgelehnt bzw. ein Kandidat oder eine Kandidatin als nicht gewählt.

In der Regel wird durch Handzeichen abgestimmt (offene Abstimmung). Wenn ein Stimmberechtigter oder eine Stimmberechtigte es beantragt, wird schriftlich (geheim) abgestimmt.

Die Mitglieder bilden in den Stämmen altersgemäße Gruppen.

Die Mitglieder ab zwölf Jahren in diesen Gruppen wählen ihre Gruppenführung.

Alle Gruppenführer und Gruppenführerinnen wählen ihre Stammesführung (Vorstand). Die Stammesführung besteht aus dem Stammesführer oder der Stammesführerin und mindestens einem stellvertretenden Stammesführer oder einer stellvertretenden Stammesführerin. Alle Gruppenführer und Gruppenführerinnen bilden mit der Stammesführung den Stammesrat.

Der Stammesrat wählt die Gruppenführungcn der jüngeren Mitglieder.

Der Stammesrat wählt die Delegierten zu den Things (Delegiertenversammlungen).

Auf Ringebene bilden die Stammesführer und Stammesführerinnen, die Delegierten der Stämme und die Ringführung das Ringthing. Die Delegiertenzahlen der Stämme werden durch vom Ringthing festzulegende Messzahlen ermittelt. Diese orientieren sich an den Mitgliedszahlen, die für die letzte Beitragszahlung zu Grunde gelegt wurden. Die Delegierten müssen das sechzehnte Lebensjahr vollendet haben. Das Ringthing wählt den Ringführer oder die Ringführerin und mindestens zwei Stellvertreter oder Stellvertreterinnen.

Das Ringthing wählt die Delegierten und eine entsprechende Anzahl Ersatzdelegierte für das Bundesthing und den Bundesrat nach dem in dieser Satzung festgelegten Schlüssel. Die Wahl gilt für die Dauer von drei Jahren. Die Ringführer oder Ringführerinnen haben im Bundesthing Stimmrecht.

Zusätzlich entsenden die Ringe für je 65 Mitglieder einen Delegierten oder eine Delegierte. Nimmt die Zahl der Delegierten für einen Ring im zweiten oder dritten Jahr der Wahlperiode ab, so sind alle Delegierten neu zu wählen.

Als Berechnungsgrundlage für die Zahl der Delegierten eines Ringes dienen die im vergangenen Jahr an den Verein ”Pfadf1nder-Bundesamt Köln e.V.” abgeführten Mitgliedsbeiträge. Wahlergebnisse sind der Führung der nächsthöheren Gliederung vorzulegen.

Ein eventueller Einspruch muss mit Begründung innerhalb von sechs Wochen erfolgen.

Erfolgt bei gleichem Wahlergebnis ein emeuter Einspruch, so ist das Votum des Things (Delegiertenversammlung) der Gliederung maßgebend, deren Führung Einspruch erhoben hat.

Das Einspruchsrecht greift hoch bis zur Bundesführung.

7. Organe des DPBM

Die Organe des DPBM sind:

  • die Bundesfühnıng (Vorstand)
  • der Bundesrat (Ausschuss)
  • das Bundesthing (Delegiertenversammlung)

8. Bundesführung

Die Bundesführtıng (Vorstand) besteht aus dem Bundesführer oder der Bundesführerin (Vorsitzender oder Vorsitzende) und vier gleichberechtigten stellvertretenden Bundesführem oder Bundesführerinnen (stellvertretende Vorsitzende). Die Mitglieder der Bundesführung werden vom Bundesthing in getrennten Wahlgängen mit einfacher Mehrheit der abgegebenen Stimmen für die Dauer von drei Jahren gewählt. Wiederwahl ist zulässig. Für besondere Sachgebiete und Aufgaben kann die Bundesführung Bundesreferenten und/oder Bundesreferentinnen berufen und entlassen. Sie haben in den Organen des DPBM hinsichtlich ihres Referates beratende Stimme.

Vorstand im Sinne des § 26 BGB sind je zwei Mitglieder der Bundesführung gemäß Absatz l gemeinschaftlich. Sie vertreten den DPBM gerichtlich und außergerichtlich.

Vor Ablauf der Amtszeit kann das Bundesthing die Bestellung eines Mitglieds der Bundesführung nur dadurch widerrufen, dass es mit Mehrheit der Stimmberechtigten eine andere Person zum neuen Mitglied der Bundesführung wählt. Die Bundesfühnıng gibt sich ihre Geschäftsordnung selbst. Die Bundesführung ist bei Vorstandssitzungen beschlussfähig, wenn mehr als die Hälfte der stimmberechtigten Vorstandsmitglieder anwesend ist.

9. Bundesrat

Der Bundesrat setzt sich zusammen aus der Bundesführung und den Ringführern und Ringführerinnen bzw. deren Vertretungen.

Die Ringe entsenden für je 300 Mitglieder ein weiteres Mitglied ihrer Ringführung in den Bundesrat.

Der Bundesrat wahrt zwischen den Zusammenkünften des Bundesthings dessen Interessen.

Er bereitet die Bundesthings vor, beschließt über Veranstaltungen auf Bundesebene und gibt Richtlinien überderen Ziele, Inhalte und Methoden.

Der Bundesrat wird vom Bundesführer oder der Bundesführerin bzw. von einem dafür beauftragten Mitglied der Bundesführung einberufen, so oft es die Arbeit erfordert, oder wenn ein Drittel seiner stimmberechtigten Mitglieder dies unter Angabe einer Tagesordnung beantragen.

Der Bundesrat ist beschlussfähig, wenn er ordnungsgemäß einberufen wurde und mindestens die Hälfte der stimmberechtigten Mitglieder anwesend ist. Die Einberufung erfolgt schriftlich unter Angabe einer Tagesordnung bei einer Ladungsfrist von vierzehn Tagen.

Der Bundesrat wird vom Bundesführer oder der Bundesführerin geleitet, mit dessen bzw. deren Zustimmung der Bundesrat einen anderen Tagungsleiter oder eine andere Tagungsleiterin wählen kann. Über die Sitzung ist ein Protokoll zu führen, das von dem Protokollführer oder der Protokollführerin und einem Mitglied der Bundesführung zu unterzeichnen ist.

10. Bundesthing

Das Bundesthing ist die Delegiertenversammlung des DPBM und findet mindestens alle drei Jahre statt. Stimmberechtigt sind die Mitglieder der Bundesführung, die Ringführer bzw. Ringführerinnen und die Delegierten der Ringe.

Das Bundesthing hat unter anderem folgende Aufgaben:

  • Entgegennahme der Arbeitsberichte der Mitglieder der Bundesführung
  • Festsetzung der Bundesbeiträge
  • Wahl und Entlastung der Bundesführung
  • Wahl der Mitglieder des Vereins ”Pfadfinder-Bundesamt Köln e.V.”
  • Erlass und Änderung der Bundesverfassung
  • Beschlussfassung über die Errichtung, Teilung oder Auflösung von Ringen
  • Aufnahme oder Ausschluss korporativer Mitglieder

Das Bundesthing wird vom Bundesführer oder der Bundesführerin bzw. von einem dafür beauftragten Mitglied der Bundesführung schriftlich unter Angabe einer Tagesordnung bei einer Ladungsfrist von vier Wochen einberufen. Das Bundesthing ist auch dann einzuberufen, wenn ein Drittel seiner Mitglieder dies schriftlich unter Angabe einer Tagesordnung beantragt. Das Bundesthing wird vom Bundesführer oder der Bundesführerin geleitet, mit dessen bzw. deren Zustimmung das Thing einen anderen Thingleiter oder eine andere Thingleiterin wählen kann.

Das Bundesthing ist beschlussfahig, wenn es ordnungsgemäß einberufen wurde und mehr als die Hälfte der stimmberechtigten Mitglieder anwesend ist. Erlass und Änderung der Bundesurkunde, der Bundessatzung und/oder der Bundesordnung bedürfen einer Mehrheit von zwei Dritteln der abgegebenen Stimmen. Über das Bundesthing ist eine Niederschrift aufzunehmen, die von dem Protokollführer oder der Protokollführerin, dem Bundesführer bzw. der Bundesführerin und einem weiteren Mitglied der Bundesführung zu unterzeichnen und bis spätestens zehn Wochen nach dem Bundesthing allen Stimmberechtigten zu übersenden ist.

11. Auflösung

Die Auflösung des DPBM kann nur durch ein ausdrücklich hierfür einberufenes Bundesthing mit der Mehrheit von vier Fünfteln der Stimmberechtigten beschlossen werden.

Bundesordnung

Gliederung

  • Aufbau des Bundes
  • Stufenarbeit
  • Führung
  • Verwaltung
  • Seepfadfinder und Seepfadfinderinnen
  • Altpfadfinder und Altpfadfinderinnen
  • Formen und Zeichen

Aufbau des Bundes

Der Bund gliedert sich in Stämme und Ringe.

Der Stamm ist die kleinste, alle Altersstufen umfassende selbständige Gliederung des Bundes.

Im Stamm bilden die Wölflinge Meuten, die Pfadfinder und Pfadfinderinnen Sippen und Trupps, die Rover Roverrunden.

Der Stamm wird vom Stammesführer oder der Stammesführerin geführt. Dem Stammesführer oder der Stammesführerin steht die Stammesführung zur Seite. Neue Meuten, Sippen und Roverrunden einer Stadt oder eines Ortsteils können im Einvernehmen mit der zuständigen Ringführung einen Aufbaustamm gründen. Aufbaustämme werden von einer Gliederung des Bundes partnerschaftlich betreut.

Der Aufbaustamm kann, wenn er mindestens 25 Mitglieder sowie die Pfadfinderstufe und eine weitere umfasst, von der Ringführung als Stamm anerkannt werden. Zwei oder mehrere Stämme können einen Horst bilden. Die Grundlage eines solchen Zusammenschlusses sollte das Nachbarschaftsverhältnis der beteiligten Stämme sein. Die Belange des Horstes werden durch die Horstführung wahrgenommen.

In einer bestimmten Region bilden mehrere Stämme (in der Regel mindestens fünf) einen Ring. Neue Gruppen schließen sich einem Ring in ihrer Region an. Aufbauringe können von mindestens zwei Stämmen gegründet werden, wenn dies für die Organisation des Bundes sinnvoll ist. Über einen Aufbauantrag entscheidet die Bundesführung. Der Aufbauring wird vom Bundesthing als Ring anerkannt, wenn die bisherige Arbeit die Gewähr für dauerhaften Bestand bietet, insbesondere eine Schulung für Sippenführer und Sippenführerinnen eigenständig durchgeführt werden kann und dem Ring mindestens vier Stämme angehören. Der Ring wird von der Ringführung geführt. Der Ringführung steht der Ringführer oder die Ringführerin vor.

Alle Ringe bilden den Bund. Der Bund wird von der Bundesführung geführt. Der Bundesführung steht der Bundesführer oder die Bundesführerin vor. Der Übertritt von einer Gliederung in eine andere kann nur im Einvernehmen der Führungen beider Gliederungen erfolgen.

Bei Meinungsverschiedenheiten im Bund entscheidet die zuständige Führung, die gegebenenfalls eine neutrale Schiedsstelle einrichten kann. Gegen deren Entscheidun kann das zuständige Thing angerufen werden.

Stufenarbeit

Zu einer Stufe gehört ein Mitglied durch sein Lebensalter und seine Reife. Die Gliederung in Stufen ermöglicht es, Mittel und Methoden der Bundesarbeit dem Entwicklungsstand anzupassen.

Stufen sind:

  • Wölflinge: Kinder im Alter von 7/8 Jahren bis 11/12 Jahren
  • Pfadfinder und Pfadfinderinnen: Kinder und Jugendliche im Alter von 11/12 Jahren bis 16/17 Jahren
  • Rover: Jugendliche und Erwachsene im Alter ab 16/17 Jahren

Die Wölflingsstufe

In der Regel erfolgt der Eintritt in die Wölflingsstufe mit 7/8 Jahren. Die Grundlage der spielerischen Arbeit der Wölflinge ist im Dschungelbuch von R. Kipling begründet. Viele Bezeichnungen und Methoden werden daraus abgeleitet bzw. sind daran angelehnt.

Die Wölflinge eines Stammes bilden die Meute. Das Rudel ist eine Spielegemeinschaft in der Meute. Die Meute wird von der Meutenführung geführt. Der Meutenführung steht der Meutenführer oder die Meutenlührerin vor.

Bestandteil des spielerischen Lernens in der Wölflingsstufe ist die Probenarbeit. Es gibt die:

  • Jungwolfprobe
  • Sternwolfprobe
  • Stammwolfprobe.

Die Proben sind in der Probenordnung unseres Bundes näher erläutert.


Grundlegend für die Wölflingsstufe sind die Wölflingsregeln:

  • Ich nehme Rücksicht auf andere und helfe, wo ich kann.
  • Ich höre den Rat des alten Wolfes.


Nach einer angemessenen Zeit der Zugehörigkeit zur Meute wird das Wölflingsversprechen abgelegt. Wölflingsversprechen werden in besonderer Form von dem Stammesführer bzw. der Stammesführerin oder dem Meutenführer bzw. der Meutenführerin abgenommen. Das Wölflingsversprechen lautet:


Ich verspreche mein Bestes zu tun, im Vertrauen auf Gott, ein guter Freund (wahlweise eine gute Freundin) zu sein und mit euch nach den Wölflingsregeln zu leben.


Das Versprechen kann wahlweise mit oder ohne religiöse Formel abgelegt werden.


Der Wahlspruch der Wölflinge lautet: „Wir tun unser Bestes!"


Der Gruß der Wölflinge lautet: „Gut Jagd."


Die Wölflinge heben die rechte Hand hoch. Zeige- und Mittelfinger sind ausgestreckt, der Daumen liegt über Ring und kleinem Finger. Dies symbolisiert den Wolfskopf und erinnert an das Wölflingsversprechen.


Die Meutenführungen tragen das orangefarbene Halstuch und die Lilie.

Die Pfadfinderstufe

In der Regel erfolgt der Eintritt in diese Stufe mit ll/12 Jahren (Jungpfadfinder/ Jungpfadfinderinnen).

Sie beginnt bei den Jüngeren spielerisch und bezieht bei den Älteren zunehmend weitere Erlebniselemente ein. Ihre besondere Methode ist die Kundschaft. Grundsätzlich bilden Jungen und Mädchen getrennte Sippen mit je 6 bis 8 Mitgliedern. Die Sippe wird vom Sippenführer oder von der Sippenführerin geführt. 2 bis 4 Sippen können einen Trupp bilden.

Bestandteil der Pfadfinderstufe ist die Probenarbeit. Es gibt eine Probe für die Jungpfadfınder und Jungpfadfinderinnen und Probe(n) für die Pfadfinder und Pfadfinderinnen.

Die Proben sind in der Probenkonzeption unseres Bundes näher erläutert.

Grundlegend für die Pfadfinderstufe sind die Pfadfinderregeln.


Unsere Pfadfinderregeln, entwickelt aus den zehn Pfadlindergesetzen Baden-Powells, geben die heutigen Werteunserer Bundesgemeinschaft wieder:


  • Ich bin bereit, in der und fur die Gemeinschafl Verantwortung zu übernehmen und Pflichten zu tragen.
  • Ich will zuverlässig sein und zu meinem Wort stehen.
  • Ich will hilfsbereit sein und fur andere eintreten.
  • Ich will zur Freundschafi aller Pfadfinder und Pfadfinderinnen und zum guten Miteinander aller Menschen beitragen.
  • Ich will Rucksicht nehmen und verstándnisvoll sein.
  • Ich trage zum Schutz und zur Erhaltung der Natur bei.
  • Ich setze mich kritisch mit mir selbst und mit meiner Umwelt auseinander.
  • Ich will zuversichtlich sein.
  • Ich bemühe mich, einfach und bewusst zu leben.
  • Ich will offen für neue Wege sein.


Nach einer angemessenen Zeit der Zugehörigkeit zur Sippe wird das Pfadfinderversprechen abgelegt. Pfadfinderversprechen werden in feierlicher Form von dem Stammesführer oder der Stammesführerin abgenommen.

Das Pfadfinderversprechen lautet:

Ich verspreche mein Bestes zu tun, im Vertrauen auf Gott, jederzeit und allen Menschen zu helfen und nach den Pfadfinderregeln zu leben.


Das Versprechen kann wahlweise mit oder ohne religiöse Formel abgelegt werden.


Der Wahlspruch der Pfadfinder und Pfadfinderinnen lautet: „Allzeit bereit”


Der Gruß der Pfadfinder und Pfadfinderinnen lautet: „Gut Pfad”


Die Pfadfinder und Pfadfinderinnen heben die rechte Hand hoch. Zeige-, Mittel- und Ringfinger sind aus gestreckt, der Daumen liegt über dem kleinen Finger.

Dies symbolisiert die Lilie und erinnert an das Pfadfinderversprechen.

Die Roverstufe

ln der Regel erfolgt der Eintritt in die Roverstufe mit 16/17 Jahren (Jungrover).

Rover sollen Roverrunden bilden. Bei Gründung von Roverrunden ist die Freiwilligkeit des Zusammenschluss von besonderer Bedeutung. Stammesübergreifende Roverrunden sind dabei möglich. Die Gründung einer Roverrunde bzw. deren Übertritt aus der Pfadfinderstufe soll von den Stammesführungen aktiv begleitet und unterstützt werden.

Die Roverrunde besteht aus mindestens drei Personen. Die Roverrunde wird anfänglich vom Roversprecher geleitet. Die fortgeschrittene Roverrunde verantwortet ihr Gruppenleben gemeinsam und wird vom Roversprecher vertreten.


Die Roverstufe beginnt in einer Übergangsphase mit einer verstärkten Erlebnisorientierung und einer allmählichen Hinführung zur Selbständigkeit. In dieser Phase kann Probenarbeit Bestandteil der Roverarbeit sein.


Die besondere Methode der Roverstufe ist die Arbeit in Projekten Insbesondere die Beschäftigung mit den Werten der Bundesurkunde und deren Umsetzung in die Lebenswirklichkeít nehmen in der Roverstufe einen breiten Raum ein. Rover übernehmen eine wichtige Vorbildfunktion für Jüngere in Stamm und Bund.


Für die Rover werden Pfadfinderversprechen und Pfadfinderegeln fortgeführt.

Nach einer angemessenen Zeit der Zugehörigkeit zur Roverstufe und der individuellen Auseinandersetzung mit den Werten der Bundesurkunde erfolgt der Abschluss der persönlichen Standortbestimmung in feierlichem Rahmen. Die Stämme finden dafür eigene For- men und Rituale.

Der Wahlspruch und der Gruß der Rover werden aus der Pfadfinderstufe fortgeführt.

Führung

Die Führer und Führerinnen unseres Bundes bemühen sich, die Werte der Bundesurkunde den ihnen anvertrauten Kindern und Jugendlichen zu vermitteln.

Dies wollen sie durch die in der Bundesverfassung festgelegten Mittel der pfadfinderischen Erziehung erreichen.

In unserer Bundesgemeinschaft verstehen wir unter Führung: Etwas bewegen und bewirken, den Weg weisen, Vorbild sein, im Team arbeiten.

Erläuterungen und Anregungen zur Umsetzung der Bundesverfassung sind in dem Führungshandbuch des Bundes niedergelegt.

Verwaltung

Neben den Führungsaufgaben bestehen Verwaltungsaufgaben, die nach rein sachlichen und geschäftlichen Gesichtspunkten gewissenhaft durchgeführt werden.

Führung und Verwaltung sind nicht miteinander zu verwechseln, auch wenn sie sich gelegentlich in einer Hand vereinigen.

Die Verwaltungsaufgaben auf Bundesebene werden vom Bundesamt wahrgenommen.

Die weiteren Gliederungen des Bundes können entsprende Stellen errichten, für die die jeweiligen Führungen verantwortlich sind.

Seepfadfinder und Seepfadfinderinnen

Seepfadfinderarbeit ist als Bestandteil und besondere Form des Bundeslebens möglich.


Stämme, die nach Inhalten, Formen und Strukturen der Seepfadfinder und Seepfadfinderinnen arbeiten wollen, stimmen dies mit der Bundesführung ab.

Die Seepfadfinderarbeit basiert grundlegend auf der Idee der Pfadfinderbewegung und den Regeln der Binnenschifffahrt, Küstenschifffahrt und des Deutschen Segelsports. Neben der allgemeinen Stufenarbeit gibt es bei dem Seepfadfindern und Seepfadfinderinnen eine erweiterte Probenarbeit, die die Gruppen befähigen soll, mit Wasserfahrzeugen aller Art sachgemäß und verantwortungsvoll umzugehen.


Die Kluft der Seepfadfinder und Seepfadfinderinnen entspricht der des Bundes. Folgende Abweichungen sind festgelegt:

  • hellblaues Hemd mit zwei Brusttaschen, mit/ohne Schulterklappen.
  • das Halstuch der Pfadfinderstufe ist königsblau mit goldenem Rand.
  • als besonderes Abzeichen wird zusätzlich dasSeepfadfinderzeichen getragen.


Der Aufbau der Seepfadfinderstämme entspricht der des Bundes. Sie sind Mitglied eines Ringes ihrer Region. Mehrere Seepfadfinderstämme können einen eigenen Horst bilden.

Altpfadfinder und Altpfadfinderinnen

Frauen und Männer ohne aktive Führungstätigkeit können sich einer Altpfadfindergilde anschließen.


Formen und Zeichen

Die Lilie

Die Lilie ist das Zeichen der weltweiten Pfadfinderbewegung. Baden-Powell wählte die Lilie als Pfadfinderzeichen, weil sie seit jeher als das Sinnbild des Reinen gilt. Sie ist unter anderem auch auf alten Kompassen zu finden, auf denen die Nadel die Form einer Lilie hat und immer die richtige Richtung weist. Die drei Blätter der Lilie haben symbolhaften Charakter und können verschiedenartig mit einzelnen Werten der Pfadfinderregeln gedeutet werden.

Das Mosaikzeichen

Das Mosaikzeichen erinnert an das Bundeslager 1980 in Schmidtheim. ”Gemeinsam gestalten wir den Bund” Aus einem Lagerthema hat sich ein Leitspruch für unseren Bund entwickelt. Die Elemente unseres Selbstverständnisses fügen sich wie ein Mosaik zur Buundesurkunde zusammen. Das Symbol der Kohten stehen für unser Leben in und mit der Natur und für "Unterwegs - sein”. Die Kohten werden schwarz auf Gold - gelbem Grund dargestellt und sind von einem blauen Tau mit Weberknoten umrandet.

Die Bundesfahne

Die Bundesfahne zeigt auf goldgelbern Grund die blaue Lilie im blauen Kreis und in der oberen Ecke das Mosaikzeichen.

Auf Bannern und Wimpeln der Gruppen wird die blaue Lilie im blauen Kreis nach den Regeln der Heraldik und das Mosaikzeichen geführt.

Namen und Bezeichnungen der Gliederungen

Namen und Bezeichnungen, die sich Gliederungen des Bundes geben, sind mit der Führung der nächsthöheren Gliederung abzustimmen.

Bundeslied

Das Lilienbanner

Gedenktage

18. Januar Gründungstag der deutschen Pfadfinderbewegung im Jahre 1911

12. Februar Thinking Day Die Pfadfinder und Pfadfinderinnen in aller Welt feiern den Geburtstag Baden-Powells und danken so für die Gründung der weltweiten Bewegung.

23. April Sankt-Georgs-Tag

Patron Sankt Georg

Der Ritter Sankt Georg symbolisiert das Gute und gilt auch als Schutzpatron der Weltpfadfinderbewegung.

Die Anredeform

Die Anredeform in der weltweiten Pfadfinderbewegung ist „Du”

Die Kluft

Die Kluft ist äußerlicher Ausdruck unserer Gemeinschaft und zeigt die Zugehörigkeit zur weltweiten Pfadfinderbewegung. Die Kluft soll zweckmäßig sein.

Bestandteile sind:

  1. Das khakifarbene Hemd mit zwei Brusttaschen mit/ohne Schulterklappen
  2. Das Halstuch der jeweiligen Stufe
    • Wölflinge: orange
    • Pfadfinder und Pfadfinderinnen: kornblumenblau
    • Rover: bordeauxrot
    • Das jeweilige Halstuch wird mit einem Knoten getragen, dessen Auswahl den Stämmen überlassen bleibt.
  3. Lilie oder Wolfskopf auf der linken Brusttasche
  4. Mosaikzeichen auf dem linken Oberärmel

Darüber hinaus können zur Kluft getragen werden:

  • Deutschlandband über der rechten Brusttasche
  • Pfadfindergürtel
  • Stammesabzeichen (auf dem rechten Oberärmel)
  • Stern- oder Stammwolfabzeichen
  • Probenabzeichen der Pfadfinderstufe
  • Lager- bzw. Fahrten- / Aktionsabzeichen können ein Jahr zur Kluft getragen werden
  • Das Woodbadgezeichen kann als Zeichen der einzigen gemeinsamen Ausbildungsform der Weltpfadfinderbewegung getragen werden.

Weitere Bekleidungsteile zur Kluft sind der Verantwortung der Stämme überlassen.

Ehrungen und Auszeichnungen

Eltern, Freunde, Freundinnen und Förderer des Bundes,die sich um Gliederungen des Bundes verdient gemacht haben, werden von der Bundesführung auf Vorschlag mit dem Bundesehrenzeichen in Silber oder Gold ausgezeichnet. Mitglieder des Bundes, die sich in außergewöhnlicher Weise um den Bund oder eine seiner Gliederungen verdient gemacht haben, werden von der Bundesführung auf Vorschlag mit einer Ehrenurkunde ausgezeichnet. Mitglieder des Bundes, die sich in besonderer Weise für ihre Gliederungen eingesetzt haben, werden von der Führung der jeweiligen Gliederung in angemessener und persönlicher Form geehrt oder ausgezeichnet.

Das Verfahren der Aussprechung von Anerkennung als Motivation ist im Führungshandbuch des Bundes niedergelegt.